Sorry! Google hat hier übersetzt:-)
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4x4 Route von M’hamid nach Foum Zguid

4×4 Route von M’hamid nach Foum Zguid

Auch in der zweiten November-Hälfte heißt es wieder Offroad-Fahren, dieses Mal durch die weitläufigen Dünenlandschaften des Erg Chegaga – aber erst, nachdem wir ein paar Tage im Wüstencamp bei M’hamid verbracht haben. Die dann folgende Pistenstrecke gehört für uns zu einer der schönsten von Marokko, weil sie überwiegend durch Sand geht und durch eine unglaubliche schöne Landschaft führt. Zum Abschluss des Monats verbringen wir einige Tage in der kleinen Oasenstadt Foum Zguid, die uns immer wieder mit ihrem schlichten Charme verzaubert.

Karte der Strecke


Wüstencamp M‘hamid

Gemeinsam mit unseren MAN Buddies rollen wir über Asphalt von Zagora bis M’hamid, da wir ihnen gesagt hatten, dass das Wüstencamp Hassi Smara ganz besonders schön ist. Wir waren bereits zweimal hier und freuen uns immer wieder über die nette Atmosphäre: Schon zur Ankunft bekommt jedes Fahrzeug einen Teppich vor die Tür gelegt – ein kleiner Puffer gegen die Unmengen von Sand, die hier logischerweise anzutreffen sind. Die Anpflanzungen der letzten Jahre haben sich inzwischen dank fleißiger Bewässerung prächtig entwickelt und bieten nun angenehmen Windschutz und Schatten. Aber das Schönste sind die jeden Abend verteilten, mit Sand und Kerzenstumpen gefüllten, Papiertüten, die das gesamte Camp in ein magisches Licht tauchen.

Während wir den am zweiten Tag herrschenden Sandsturm aussitzen, geht es für unser MAN Team retour und Richtung Küste. Wir hatten eine wirklich unvergessliche Zeit zusammen und werden uns bestimmt irgendwann irgendwo wiedersehen. Als Erinnerung haben die Beiden uns eine ihrer Lampionketten geschenkt, die wir die ganze Zeit abends immer im Einsatz hatten!

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Einen Tag später ist die Sicht wieder klar und es kann auch für uns losgehen. Die Piste startet direkt hinter dem Camp mit sich durch die Dünen windenden, sandigen Tracks. Mit Fred fühlt es sich immer so an, als würde man mit einem dicken Dampfer durch Wellen fahren – vor allem, wenn der Sand tiefer und weicher wird. Wir sind diese Piste bereits zweimal gefahren, aber sie sieht immer wieder anders aus, da sich der Pistenlauf durch Wind und den damit veränderten Dünenverläufen immer wieder verschiebt oder neue Pistenabschnitte entstehen.

Erg Chegaga:
Sand, soweit das Auge reicht

Unseren ersten Nachtplatz suchen wir uns in einem Dünenfeld am Rande des Erg Chegaga. In der Nähe erstreckt sich in breites Oued, in dem man noch Reste von Feuchtigkeit erahnen kann und in dem sich noch zahlreiche Äste finden, die während der Regenzeit vom Wasser mitgerissen wurden. Somit dauert es nicht lange, bis wir ausreichend Feuerholz beisammenhaben. Man kann es gar nicht oft genug sagen: So ein Feuer in der Wüste ist einfach ein unvergleichlich schönes Erlebnis!

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Das gilt auch für den Anblick der schier unendlichen Dünenfelder. Nach zwei Pausentagen führt uns die Piste an den Ausläufern des Erg Chegaga entlang – wir haben diesem Abschnitt den Namen „Skipiste“ gegeben, da der Track über eine lange Zeit durch diverse Weichsandfelder langsam bergab führt und der Sand hier so hell ist, dass er fast ein bisschen wie Schnee aussieht. Hier heißt es, immer schön in Bewegung zu bleiben, damit der schwere Fred nicht stecken bleibt!

Auch unser nächster Nachtplatz liegt wieder in einem Dünenfeld, dieses Mal aber einem deutlich größeren. Steigt man auf eine der hohen Dünen hinauf, hat man den Eindruck, auf einen Ozean aus Sand zu gucken. Die durch den Wind geformten Muster auf den Dünen muten wie Wellen an und wenn man Glück hat, hört man die Dünen „singen“ – so nennt man das sirrende Geräusch, das beim Verwirbeln des Sandes durch den Wind am Dünenkamm entsteht.

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Vom Lac Iriki entlang der Felsenkulisse des El Mdaouer El Kbir

Wir verbringen drei Nächte in dieser magischen Umgebung, natürlich wieder mit Lagerfeuer, bevor es dann weitergeht in Richtung Lac Iriki. Hier führt die Piste über viele Kilometer über die (derzeit) ausgetrocknete Schwemmtonebene des Sees, wobei man anhand der tiefen Furchen rechts und links der Piste erkennen kann, wie schnell man hier bei Feuchtigkeit einsinkt. In der Ferne tauchen langsam Bergketten auf, zu denen wir dann abbiegen.

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Die Piste wird steiniger und führt durch eine beeindruckende Kulisse von Bergen mit schroffen Felsformationen. Auf der anderen Seite erstreckt sich ein Tal, an deren Grund es offenbar Wasser gibt, denn es sind zahlreiche grüne Palmen in den kleinen Schluchten zu erkennen.

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Am Ende kreuzen wir unten durch ein Oued, in dem sogar noch richtig Wasser steht – offenbar mit einem hohen Salzgehalt, wie man an den abgelagerten Kristallen auf dem Sand erkennen kann. Dann sind es noch gut 12 km steinige Buckelpiste (wobei diese Strecke deutlich angenehmer zu fahren ist, als die wirklich üble Wellblechpiste auf der anderen Seite des Tals) und wir erreichen Foum Zguid.

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Auszeit in Foum Zguid

Der kleine Wüstenort liegt am Fuß des Jbel Beni und besteht im Wesentlichen aus einer Hauptstraße mit vielen kleinen Geschäften unter Arkaden, wobei sich im Laufe der letzten Jahre doch einiges getan hat: Inzwischen sind auch ein paar der Seitenstraßen gepflastert, neue Geschäfte sind entstanden und verfallene Häuser werden wieder instandgesetzt.

Wir suchen – wie schon die letzten beiden Male – wieder den Camping Khayma Park auf, dessen Besitzer uns auch gleich begeistert begrüßt. Auch hier ist derzeit noch wenig Betrieb, so dass wir den Platz größtenteils für uns allein haben. Wir nutzen die Zeit zum Wäsche waschen, ausgiebig heiß Duschen, Vorräte aufstocken und lassen die Offoad-Erlebnisse dieses Monats Revue passieren.

Im Dezember wird es für uns überwiegend auf Asphalt weitergehen, denn bis zur Grenze nach Mauretanien liegen noch rund 1.500 km vor uns. Mehr dazu im nächsten Blogbeitrag!

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