100 Tage Trucklife

08. Juni 2019

Heute, am 8. Juni 2019, leben wir seit genau 100 Tagen in Fred. Die Zeit ist unglaublich schnell vergangen, wobei es sich eigentlich schon nach einem viel längeren Zeitraum anfühlt – einfach, weil es so normal geworden ist, in Fred einzuschlafen, aufzuwachen, zu wohnen und zu arbeiten. Bislang hatten wir zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es zu eng, zu beschränkt oder sonst irgendwie unbequem ist. Eher das Gegenteil: Wir fühlen uns unglaublich frei und glücklich! Fred ist für uns schon jetzt das perfekte mobile Zuhause und erlaubt uns, völlig autark zu agieren. Wir brauchen keine Stromversorgung, kommen mit mit unserem Frischwasser wirklich sehr lange aus, haben viele Staukapazitäten für Vorräte und können uns so auch lange Standzeiten in der Einsamkeit gönnen.

Der größte Luxus ist aber die Zeit – es gibt kein vorgegebenes Ende des Unterwegs seins wie sonst bei Urlauben, es geht einfach immer weiter. Herrlich! Schon bei unseren Urlauben mit Manni haben wir uns immer mehrere Tage an besonders schönen Orten gegönnt – das kultivieren wir jetzt so richtig. Je nach Wetterlage und Standplatz kommen so schnell mal 5 oder 6 Tage am selben Ort zusammen. Wir werden noch Meister des „Slow Travel“. Bei uns ist eindeutig der Weg das Ziel ;-)

Es geht auch einfach darum, sich mal treiben zu lassen, spontan zu entscheiden, ob man weiter will oder eben auch nicht – und vor allem den Moment zu genießen! Natürlich gibt es durch die Arbeit schon den ein oder anderen limitierenden Faktor, doch selbst da lässt sich mit gutem Zeitmanagement ein gewisses Maß an Freiheit erreichen – dann genießt man eben den Tag in der Sonne und setzt sich dafür abends noch mal an den Rechner. Und wir stellen fest, dass die Grundentspanntheit auch dem Job gut tut: Man bekommt – losgelöst vom typischen stationären Alltagsleben – einen frischeren Blick auf die Dinge, was wiederum zu neuen Ideen in der Umsetzung führt. Es ist schon was dran an dem Spruch „Mach Dich mal locker“ – oder wie unser Postkarten-Motto in Fred sagt: „Nehmt die Stöcke aus dem Arsch, wir machen Lagerfeuer!“ In diesem Sinne geht’s bei uns jetzt weiter – mal schauen, was wir dann nach einem Jahr Trucklife sagen ;-)