On the road

06. Mai 2019

Nach über zwei Monaten softem Eingroven haben wir es dann in der zweiten Mai-Woche endlich geschafft: Wir brechen auf nach Skandinavien. Es wurde auch wirklich Zeit, mal neue Straßen unter die Räder zu bekommen! Hätten wir nicht noch eine Woche auf die Anlieferung bestellten Werkzeugs für Fred gewartet, wären wir auch schon früher losgekommen – aber getreu dem Motto „Haben ist besser als Brauchen“ wollten wir dann doch nicht ohne losfahren und uns später ärgern ;-)

 

Mit dem Verlassen Deutschlands und der Einreise in Schweden kommt dann auch so langsam das Gefühl des „Unterwegs seins“ auf, wir entdecken neue Stellplätze, besuchen ein paar alte Lieblingsplätze und kommen immer mehr in den Trucklife-Modus. Dazu gehört auch, in gewissen Abständen nach Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten für Wasser / Grauwasser zu schauen, Mülltonnen zu spotten und natürlich regelmäßig die Vorräte aufzufüllen! Für alle diese Dinge ist die Infrastruktur in Schweden aber extrem gut – genauso wie das Internet, das auch am einsamsten See noch wunderbar funktioniert.

Für uns ein ziemlich wichtiger Faktor, da wir ja beide für unsere Jobs auf eine stabile Internetverbindung angewiesen sind. Damit läuft unser Arbeitsalltag ganz normal weiter – und als langjährige Selbständige müssen wir uns in punkto Arbeitsrythmus ohnehin nicht umstellen, da wir es gewohnt sind, uns Projekte zeitmäßig passend einzuteilen und auch mal adhoc für den Kunden bereit zu stehen. Es bleibt dennoch genügend Zeit, um die jeweiigen Stellplatzumgebungen zu erkunden oder einfach nur den Blick auf den See zu genießen.

Gleichzeitig hält auch die virtuelle Welt Einzug in unser reales Leben, indem wir andere Van-/Trucklifer auf Instagram kontaktieren, die sich ebenfalls durch Skandinavien bewegen. So kommt ein erstes Treffen mit zwei sehr netten Australiern zustande. Es macht viel Spaß, sich live mit Gleichgesinnten auszutauschen und so neue Ideen zu sammeln. Denn darum geht es uns ja vor allem: Durch das Unterwegs sein den Blick auf die Welt zu weiten, neue Dinge kennenzulernen und sich offen auf Unbekanntes einzulassen. Gut – für das Unbekannte müssen wir definitiv noch weiter fahren, da wir ja schon mehrmals in Skandinavien unterwegs waren – aber wir stehen ja auch erst am Anfang unserer Reise!