Geschafft – wir sind Digitale Nomaden

18. April 2019
Einzug

Unser erster Abend als Fred-Bewohner war extrem unspektakulär: Um kurz nach 21:00 Uhr lagen wir todmüde im Bett (und das als extreme Nachteulen!). Aber irgendwie waren die letzten Wochen dann doch anstrengend gewesen... Zum Auftakt ging’s erstmal zu Stefanos Eltern nach Glückstadt, wo diese parallel zu unserem Auszug in ihre neue Wohnung eingezogen waren – auch dort empfing uns daher die schon vertraute Umzugskisten-Atmosphäre. In der folgenden Woche gab es noch verschiedene (Job-)Termine in Hamburg, inklusive diverser Behördengänge – das kommt davon, wenn man nach der Heirat einen gemeinsamen Nachnamen hat.

Bis Ende April waren wir dann kreuz und quer vorwiegend im Norden Deutschlands unterwegs – Fehmarn, Elbe-Seitenkanal, dann weiter über Mannheim und Deidesheim ins Rheingau und wieder zurück in den Norden. Und besonders zu erwähnen unser Aufenthalt in Dietzenbach bei Frankfurt: Der Eingeweihte weiß sofort warum – dort gab es für Fred bei einem in der Szene recht bekannten Reifenhändler die ersehnten Schlauchlosfelgen!

Auch Zwischenstopps in Hamburg gab’s einige: Freunde und Familie treffen, Post sichten, neue Ausweise abholen, Besuche beim Zahn- und Tierarzt – und noch ein paar Besichtigungstermine mit potenziellen Kaufinteressenten für Manni wahrnehmen. Denn nach langem Zögern hatten wir uns zum Auftakt unseres Einzugs in Fred dann doch durchgerungen, ihn zu inserieren und eine neue Familie für ihn zu suchen. Schließlich ist nur in der Halle rumstehen ja auch kein Leben für ein Expeditionsmobil!

Insgesamt sind die ersten acht Wochen in Fred wie im Flug vergangen. Der Übergang vom stationären ins mobile Leben war erstaunlich unspektakulär – vermutlich, weil wir einfach so weitergemacht haben wie schon vorher bei längeren Touren. Vor allem in den letzten 10 Jahren hat sich bei uns in Manni schon ein ganz normaler Tagesablauf etabliert, den wir jetzt in Fred einfach fortführen: Nach dem morgendlichen Aufstehen erstmal eine Hunderunde, dann Frühstück und anschließend an den Rechner – je nach Arbeitslage bis zum Nachmittag oder gegen Abend noch mal. Nachmittags eine große Gassirunde mit TomTom zur Erkundung der jeweiligen Umgebung und zum Feierabend idealerweise einen Sundowner vorm Lkw. Und dann was Leckeres Kochen oder Grillen und den Tag entspannt drinnen oder draußen (auch gerne mit einem kleinen Lagerfeuer) ausklingen lassen. Letztlich ganz unspektakulär – aber alleine schon durch die wechselnden Standplätze und damit verbundenen Fahrtage gibt es stets etwas Neues vor der Tür oder dem Fenster zu entdecken – mal fahren Binnenschiffe an uns vorbei, mal geht der Blick auf grasende Schafe auf einem Deich oder es bietet sich ein großartiges Panorama auf einen See, Fjord oder das Meer.

Unser erstes kleines Zwischenfazit fällt damit entsprechend positiv aus und zeigt einmal mehr, dass man Dinge manchmal einfach machen muss (wobei der Weg bis zur Aufbruchsentscheidung ja meistens viel schwieriger ist als der Aufbruch selber). Wir freuen uns auf jeden Fall sehr auf alles, was jetzt vor uns liegt!

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