Sorry! Google hat hier übersetzt:-)
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Sagres, o nosso amor

Der Monat beginnt, wo der letzte aufgehört hat: In unserem Herzensort Sagres. Und tatsächlich bleiben wir fast den ganzen August hier und nutzen den Aufenthalt für eine ausgiebige Gastro-Tour. Wir stellen Euch in diesem Beitrag ein paar unserer Lieblingsrestaurants in Sagres vor – vielleicht möchte der ein oder andere Mitleser sie bei seinem nächsten Portugal-Besuch mal ausprobieren 😉 Zum Monatsabschluss geht’s ein Stück ostwärts ins Hinterland, erst nach Figuera und dann wieder zu unserer Freundin in der Nähe von Lagos.

Vom Camping zum Fortaleza

Wir starten mit einer weiteren Woche auf dem Camping und nutzen die Infrastruktur zum üblichen Großputz, Wäsche waschen – und widmen uns auch mal wieder der Arbeit. Als Belohnung geht’s dann abends in die kleine Bar bzw. mittags mal raus zum Essen. Denn wir haben – in auch für TomTom machbarer Distanz – ein tolles portugiesisches Restaurant, das „Escondidinho“ entdeckt. Ab 12:00 Uhr stehen hier sämtliche Handwerker-Autos der Umgebung vor der Tür, um sich den Mittagstisch schmecken zu lassen. Das scheint genau das Richtige für uns. Und wir werden nicht enttäuscht: Das Essen ist super lecker, typisch portugiesisch und reichhaltig. Gut, dass es Medronho gibt 😉

Dann bewegen wir uns und Fred mal wieder und verbinden unsere Einkaufsfahrt nach Villa do Bispo mit einer schönen Tour auf der Küstenpiste, denn der Ausblick auf den Atlantik ist immer wieder einfach spektakulär. Nachdem der Kühlschrank wieder voll ist, geht’s zurück nach Sagres – aber dieses Mal nicht auf den Camping, sondern auf den großen Parkplatz vor dem Fortaleza. Vor drei Jahren war es gar kein Problem, hier zu übernachten, zwischenzeitlich wurde es strikt unterbunden, aber jetzt soll es wieder toleriert werden. Schaun‘ wir mal!

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Rota de Sagres

In den kommenden 17 Tagen starten wir dann unsere ganz persönliche Restauranttour durch Sagres – denn vom Fortaleza ist alles in maximal 15 Minuten zu erreichen, das schafft auch unser Hundesenior ohne Probleme. Wir waren ja seit 2020 jedes Jahr hier, aber in 2020 waren Pandemie-bedingt nur wenige Restaurants auf, in 2021 waren es schon wieder ein paar mehr, 2022 sind wir mit dem kranken TomTom nur zwischen Campingplatz und Tierarzt gependelt… Jetzt aber!

Gleich am ersten Abend entdecken wir einen kleinen Laden am Marktplatz, das „Acabana“. Auf unsere Frage, ob er Gin Tonic hat, gibt es vom Besitzer nicht nur ein begeistertes „ja“, sondern er zählt gleich eine ganze Auswahl an Gins auf; darunter unser Lieblings-Gin aus dem Alentejo, den Black Pig. Hier entdecken wir dann über die Tage auch einen neuen Favoriten: Alma Gin von der Algarve. Dazu gibt es schlichte, köstliche Tostas mit dem guten portugiesischen Sauerteigbrot. Und an unserem letzten Abend haben wir hier ganz großartige Lamb Chops aus dem Alentejo – so was von lecker.

Dann bekommen wir Besuch von unserem Freund Rui, auf dessen Grundstück wir ja vor drei Jahren mit unserem Verteilergetriebeschaden gestanden haben und dann dort die ganzen Pandemie-Logdowns verbracht haben – der regelmäßige Leser wird sich daran erinnern. Das Wiedersehen wird natürlich ausgiebig mit lecker Essen und Getränken gefeiert – im „Armazem“. Dort gibt es eine schönen schattige Veranda, wo man stundenlang sitzen und reden kann – also die perfekte Location für uns drei (bzw. vier, denn TomTom ist natürlich auch dabei). Leckeres Essen gibt’s auch, besonders empfehlenswert sind der Salada de Polvo und die Rippchen.

Eine Neuentdeckung – zumindest für uns – ist die „Laundry Lounge“. Es gibt sie zwar schon seit ein paar Jahren, aber wir waren noch nie dort. Wie der Name schon vermuten lässt, kann man dort Wäsche waschen, aber man kann auch unglaublich gut essen. Wir hatten dort das beste Sushi seit langem und auch die Cocktail-Karte ist beachtlich. Die Mitarbeiter sind engagiert und freundlich und die Frühstücks-, Lunch- und Dinner-Karte können sich echt sehen lassen. Wir haben verschiedene Gerichte von der Abendkarte gehabt, alle mit einem tollen asiatischen Twist und dann auch noch wunderschön angerichtet.

Auch eine Premiere für uns war das „Fermento“. Das gibt es wohl auch schon etwas länger. Lustigerweise hat eine der Betreiberinnen uns gleich wieder erkannt, sie hat nämlich früher in unserem Lieblingsrestaurant Terra am Praia do Beliche gearbeitet. Das Fermento wird von vier Italienerinnen geführt und es wird mit lokalen Produkten gekocht. Und auch die Weine stammen von portugiesischen Weingütern. Es ist nicht ganz günstig, aber es wird auch wirklich was geboten. Die selbstgebackenen Brotvariationen sind ein Traum, genauso wie die sehr fein abgeschmeckten Hauptgerichte und die kreativen Nachtische. Ein wunderbarer Ort, um Stefanos Geburtstag dort zu feiern!

Weiter nach Figuera

Auf dem Fortaleza Parkplatz war zwar die ganze Zeit ordentlich was los, aber wir konnten dort unbehelligt stehen. Und die meisten Mitsteher haben sich auch dezent verhalten, also keine Markisen, Stühle oder Tische rausgestellt – was erfahrungsgemäß schnell zu Unmut bei der GNR und neuen Verboten führt. Eigentlich wollten wir weiter nach Lagos und dort in der Nähe der Wohnung eines Freundes parken, es ist aber wieder richtig heiß geworden und so suchen wir uns ein schattiges Plätzchen auf einem kleinen privat geführten Camping bei Figueira kurz vor Portimao.

Dort haben wir Baumschatten und TomTom kann den ganzen Tag unterm Lkw chillen. Frische Lebensmittel haben wir auf dem Weg dorthin natürlich auch besorgt und so lassen wir es uns gut gehen. Die Nächte sind hochsommerlich und wir sitzen schön draußen im Schein unserer Solarlampen. Die vorhandene Waschmaschine wird auch wieder ausgiebig genutzt und ein paar Job-Sachen warten noch auf Erledigung.

Zurück ins
portugiesische Landleben

Und dann geht’s wieder zurück zu unserer Freundin Sonja. Da wir mit Fred nicht durch ihre Einfahrt passen, weil die Straße davor zu eng ist, hat dieses Mal ihr neuer Nachbar angeboten, dass wir bei ihm auf dem Grundstück gegenüber stehen können. Perfekt! Und wir (also vor allem ich, Carola) sind gleich wieder voll im Landleben-Modus: Aktuell sind nämlich die Feigen und Trauben reif und es gibt reichhaltige Ernte, die sich natürlich hervorragend in der Küche macht, genauso wie die Tomaten. Hinzu kommen immer wieder Tüten mit Obst und Gemüse aus der Nachbarschaft. Ich bin im Koch-Himmel 🙂

Und wo wir so schön vor der Tür stehen, bleiben wir wohl mal wieder etwas länger – mehr dazu im nächsten Monat!

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